Berichte aus dem Gemeindeleben
20 Jahre Weltladen
Der Weltladen für fairen Handel e.V., gegründet vor 20 Jahren am Frauenweltgebetstag über Brasilien, begann seine Feierlichkeiten mit einem Gottesdienst in der Ev. Kirche, Derschlag. Unsere ehemalige Pastorin Frau Sabine Heimann (jetzt GMÖ) gestaltete diesen Dankgottesdienst zusammen mit Mitarbeiterinnen des Weltladens aus allen Konfessionen zu dem Thema "Gottes Spielregeln für eine gerechte Welt ". Denn dass sich der kleine Laden zu zwei modernen Läden entwickeln konnte, lag mit daran, dass wir einige dieser Spielregeln erkannten:
- fair -geben: Wir geben den Produzenten einen gerechten Preis,
- fair -sorgen: Wir sorgen mit Sozial- und Biozuschlägen für Ausbildung, Schulbildung, Bioanbau; sie versorgen uns mit guten, Produkten,
- fair -teilen: Wir haben gemeinsam und gleichberechtigt teil an Gottes Schöpfung.
Die Predigt zu Jesaja 58, 7-12 und die Fürbitten der Mitarbeiterinnen über Ökumene vor Ort, die Gemeinschaft im Ehrenamt und die Bitte für eine gerechtere Welt drückten aus: Das Wirken für mehr Gerechtigkeit für die Ärmsten der Welt wird mit Gottes reichem Segen belohnt.
Rund 560 € kamen in der vollbesetzten Kirche für das Projekt "Zuflucht für junge Straßenmütter" in Äthiopien zusammen.
Voller Dankbarkeit wurde in der Mensa der Gesamtschule weitergefeiert. "Klaus der Geiger" begeisterte mit seinen gesellschaftskritischen Liedern, die anwesenden Mitarbeiterinnen begrüßten mit"Viele kleine Leute.." [1 KB]
als Chor die bunte Gästeschar, die sich am Fingerfood-Büffet gütlich tat. Unser Bürgermeister Frank Helmenstein
sagte in seinen Grußworten zu, dass künftig bei den Ratssitzungen fairer Kaffee ausgeschenkt würde und Dr. Wolfgang Kessler vom Publik-Forum hielt eine beachtenswerte Rede über "Globalisierung- und doch fair".
Vorsitzende Ingrid Dreher
ließ in ihrer Festrede noch einmal die Entwicklungsgeschichte von inzwischen zwei Weltläden lebendig werden und der von mehr als 60 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen gesungene Kanon: „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten.....“ machte deutlich, wie groß das Engagement für eine gerechte Welt in Derschlag und Gummersbach gelebt wird.
Den Höhepunkt des Abends bildete der Festvortrag von Dr. Wolfgang Kessler zum Thema: „Gobal und doch gerecht – Wege zu einer fairen Weltwirtschaft“.
Gespannt lauschten mehr als 200 Gäste seinen Worten, in denen er eindrücklich und klar den globalen Weltmarkt geschrieb und Möglichkeiten für jeden Einzelnen aufzeigte, zu einer fairen Weltwirtschaft und damit Erhaltung der Schöpfung Gottes seinen Beitrag zu leisten. Langanhaltender Applaus zeigte, dass seine Worte bei den Zuhörern angekommen waren.
Der Abend klang bei Imbiss und vielen Gesprächen zufrieden für Alle aus.
Diese gelungene Veranstaltung gibt uns Kraft für unsere weitere Arbeit.
Bleiben Sie uns gewogen, um "Gottes Spielregeln für eine gerechtere Welt" weiter voranzubringen.
Ingrid Dreher (1. Vorsitzende)
Text: Ulla Niewöhner
Fotos: Wilfried Dreisewerd, Ingrid Dreher
Kleine Schritte hin zu einer besseren Welt
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Gemeindeversammlung 28. Januar 09
(Kein Protokoll, sondern die subjektive Skizze des Webmasters MM, der etwas zu spät dazu kam.)
35 Gemeindemitglieder fanden den Weg ins Gemeindezentrum und erlebten eine interessante Versammlung.
1. Regionalisierung:
Wenn Luise und Karla 21 Jahre alt sein werden, haben wir 30% weniger Gemeindemitglieder. Unsere Kirchensteuereinnahmen werden um die Hälfte sinken. So wird statistisch geweissagt.
Das heißt, das wir uns tunlichst mit unseren evangelischen Nachbarn vetrauter machen, um mit ihnen zu kooperieren.
Es wurde betont, dass es nicht um eine Fusion geht, sondern um gedeihliche Zusammenarbeit.
Bergneustadt, Wiedenest und Lieberhausen sind die Gemeinden, die Sie sich einmal ansehen sollten. Da gibt es bereits sehr viele Berührungspunkte.
2. Der Kindergarten wächst. Die Gruppe der U 3 - Kinder soll aufgenommen werden. Das sind Kinder, die unter drei Jahre alt sind und besondere räumliche Bedingungen brauchen (Wickeltisch, Schlafraum, stufenlose Räume usw.) Dafür gibt es Landeszuschüsse (20.000 € pro Kind). Die Gemeinde kann maximal 70.000 € aufbringen.
Der Ausbau wird voraussichtlich in den Sommerferien 2010 angegangen und zügig abgeschlossen.
Kinder sind Zukunft: Wir haben deutlich mehr Anmeldungen als Plätze!
3. Ist so kalt der Winter: Ruth Brücher regte an, die Gottesdienste in Rebbelroth im dortigen Gemeinderaum abzuhalten, um Heizkosten zu sparen. Auf die Idee war sie gekommen, weil die Gemeinde wegen eines Wasserschadens im Kirchraum bereits im Nebenraum Gottesdienst gefeiert hatte: "Es war so gemütlich - wir waren uns so nah!" Auch Pfarrer Kräuter bekannte, dass er nachher ein "rotes Köpfchen hatte", so warm war ihm dort geworden. Das Presbyterium solle ermitteln, wie groß die Einsparung sein kann und danach entscheiden.
4. Der Kindergottesdienst soll nach einem Beschluss des Presbyterium probeweise einmal monatlich samstags stattfinden.
Nach langen Beratungen will man der Tatsache Rechnung tragen, dass in den letzten Jahren nur vier bis sechs Kinder zum sonntäglich-wöchentlichen Gottesdienst kamen, wovon die meisten Mitarbeiterkinder waren. Erfahrungen aus anderen Gemeinden haben gezeigt, dass der monatliche Termin, verbunden mit einem Mittagessen für die Kinder, zu einem Anstieg der Besucherzahlen geführt hat. Die Ältesten sahen es daher als ihre Pflicht an, nach Alternativen zu suchen. Das bisherige Kindergottesdienstteam war in dieser Frage gespalten. Die langjährigen Mitarbeiter (z.T. über 30 Jahre!) fühlten sich ungenügend informiert und beteiligt und entsprechend verletzt. Der andere Teil meinte, genug Anregungen und Einladungen zum Gespräch ausgesprochen und nur wenig Offenheit gefunden zu haben. Ein Gespräch über die Fragen ist bereits terminiert.
5. Ein Musik- und Kleinkunst-Festival stellte Michael Kunz vor. Am 26. und 27. September 09 steigt es auf dem Schützenplatz. Kinder und Jugendliche aus dem Kirchenkreis werden eingeladen, ihre Musik, ihre Sketche, ihre Phantasie einzubringen und sich einer Jury zu stellen. Samstagabend ist großes Konzert (N.N.), Sonntag Familiengottesdienst.
6. Wenn der Pfarrer die Taufworte spricht und dabei das Mikro versagt, ist das traurig. Aus den Mitteln des Freundeskreises wird eine Profi-Anlage angeschafft. Evangelischer Gottedienst ist Wort-Gottedienst.
Der "Freundeskreis" spendet im Jahr zwischen 3000 und 4000 €.
Daneben gingen 2008 ca. 15.000 € an Einzelspenden ein.
Die Diakonie-Adventssammlung erbrachte 2300 €.
(Der Webmaster fragt sich, wie man ein Spendenbarometer auf der Homepage einbaut....)
Der Abend schloss u.a. mit einem Lied, dessen Test mir nicht mehr vorliegt. Es ging aber ungefähr darum:
Gemeinde zeichnet sich dadurch aus, dass niemand über Gebühr belastet wird und jede nach Kräften mit anpackt. Ein schönes Lied. Die ersten Strophen kamen etwas verhalten, aber es waren so viele Strophen, dass man am Ende vertrauensvoll mitsingen konnte.
Genau so soll es sein. Genau so wird es sein. Und in sehr vielen Bereichen unserer Gemeinde ist es auch schon so.
Michael Möller









