Senioren
Das Seniorenfrühstück
Lebendige Gemeinde seit über 20 Jahren
Kann auch die Seele knurren?
„Wooo gehst du hin? Zum Seniorenfrühstück?“ Die Frage meiner Kinder klingt wie: „Isses schon so weit?“ Ich will nur ein paar Fotos machen, erkläre ich.
Am ersten Dienstag des Monats klingelt der Wecker für das Vorbereitungsteam früh, denn um halb acht beginnen die Damen mit den letzten Vorbereitungen. An diesem vorösterlichen Aprilsonnentag erwarten die Frauen um Lydia Fischbach über 20 Gäste. Heute im Team: Irmgard Köster, Brigitte Thoeness-Kessler und Sophia Roth.
Die Tische werden österlich dekoriert, für jeden ist reichlich gesorgt - nur Wurst und Schinken wurden gestrichen. „Es ist doch Karwoche“, erklärt Brigitte Thoeness-Kessler vom Team dem Besucher. Es ist auch ein ökumenisches Frühstück, und da können sogar alt-protestantische Fleischverfechter Rücksicht nehmen. Irmgard Köster weiß, warum das so selbstverständlich klappt: „Im Alter wird man kompromissbereiter!“
Ich denke eine Weile darüber nach, während ich mit Ei und Käse und Süßigkeiten versorgt werde, als müsse ich zu Fuß nach Eckenhagen zurück laufen. Gesangbücher liegen auf den Tischen und werden gern genutzt, nachdem der größte Hunger gestillt ist. Überhaupt habe ich den Eindruck,dass die Schwestern und Brüder nicht hierher kommen, weil der Magen knurrt. Eher ist es die Seele, die hier auftanken will und kann.
Zum Beispiel, wenn Lydia Fischbach nach dem ersten Lied [1.132 KB]
die Karwoche bedenkt und erklärt, warum es im Judentum das Fest der süßen Brote gibt. Sie bezieht auch die Gäste freundlich ein, die gern erzählen von ihren Erfahrungen mit Passion und Ostern. Ein Rätseln bricht los, als die Frage aufkommt, ob denn bei „uns“ - den Evangelischen - auch die Glocken schweigen wie bei den Katholischen? Dort sind, erfahre ich staunend, die Glocken ab Karfreitag in Rom, um erst am Ostermorgen zurückzukehren. Erhard Weidemann klärt die Frage: Auch bei uns schweigen die Glocken! Er muss es wissen.
Wer seit dem letzten Frühstück Geburtstag hatte, darf sich ein Lied wünschen. Der Küster ist’s, und er lässt sich gern beraten:„Danke für diesen guten Morgen [770 KB]
“ - ja, das ist es doch. „Darfst auch mitbrummen!“, wird ihm gestattet.
In der Mitte steht ein wunderbar gestalteter Osterkorb, den Irmgard Köster mitgebracht hat. Alle wissen, wer die Eier so liebevoll gefärbt hatte: „Das macht immer ihr Mann“, verrät eine der Damen.
Das Frühstück gibt es seit Ende der 80er Jahre. Es wurde von Giesela Müller ins Leben gerufen und seit ca. 5 Jahren steckt Lydia Fischbach ihre Energie hinein. Wenn sie eine Ostergeschichte vorliest, lauschen alle gespannt [8.761 KB]
- und sie selbst ist immer wieder vergnügt und lacht bei den schönen Stellen schelmisch.
Im Gespräch kommt schnell das Thema Einsamkeit bei einigen auf, auch bei den Gästen aus dem Derschlager Seniorenheim. Nein, es geht hier nicht um Brötchen, sondern um Gemeinde. Und wenn die frohen und besinnlichen Lieder erklingen, spürt man, dass jede und jeder hier schon einen langen Weg gegangen ist und weiß, wovon er oder sie singt.
Ins Wasser fällt ein Stein, ganz heimlich, still und leise... [768 KB]
Am Ende geht niemand ohne ein Osterei nach Hause, und auch für die beiden Team-Damen, die heute erkrankt sind, wird eines eingepackt.
„Und- wie war’s?“, fragt mich der Jüngste mittags. „Sehr nett war’s!“
Danke für diesen guten Morgen!
Nächstes Seniorenfrühstück ist am 5. Mai um 9 Uhr im Gemeindezentrum Derschlag.
Jeden ersten Dienstag
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Senioren reisen gern
„Gemeinsam mehr erleben“
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Die Reisen werden von je zwei geschulten Ehrenamtlichen begleitet. Den Katalog und weitere Informationen hält das Diakonische Werk im Kirchenkreis in Dieringhausen bereit. Ansprechpartner ist Ralf-Herbert Puhl, Telefon 02261/700934 und
e-mail ralf-herbert.puhl[at]ekagger.de
[at] ersetzen durch @, zu erreichen mit den Tasten AltGr und Q, zugleich gedrückt.
Und wir hier bieten Ihnen den vollständigen Katalog zum Download als PDF-Datei. [7.830 KB]
Michael K. zeigt Ihnen den Prospekt auch gern in Papierform.
Das wollen wir alle
...ein Bilderfund aus Essen-Werden, von der dortigen Apotheke.








